HP_06_04 Mittwoch, 9. August 2017

Heißumkämpfter Podestplatz für Hari Proczyk am Nürburgring

• Ränge 6 und 3 für den SEAT-Piloten0

• Sprung auf den 5.Gesamtrang in der Meisterschaft

• HP Racing auf dem beachtlichen 8.Platz in der Teamwertung

Auf der Traditionstrecke mitten im Grünen der Eifel ging es am Nürburgring in die zweite Saisonhälfte der ADAC TCR Germany. 39 Fahrer aus dem Hause Audi, Honda, Opel, Seat und VW sorgten mit ihren rund 350 PS starken Tourenwagen erneut für spannende Rennen.

Die zu Beginn der Saison gesetzte Zielsetzung des Teamchefs Hari Proczyk, sich in den Trainings zu steigern, gelang wie schon zuletzt in Zandvoort auch am Nürburgring. Mit den Rängen zwei und drei in den freien Trainings sowie einem herausgefahrenem 6. Startplatz im Qualifying war der HP Racing-Pilot absolut konkurrenzfähig und zufrieden.

Bereits nach der Startrunde des ersten Rennens kam wegen Bergung mehrerer Autos das Safety-Car zum Einsatz. Proczyk, der zu diesem Zeitpunkt auf Rang neun lag, konnte den Speed der Spitzengruppe zwar mitgehen jedoch reichte es nicht für ein Überholmanöver. Nach einer weiteren Safety-Car-Phase kam es in der letzten Runde zu mehreren Zweikämpfen und Proczyk nutzte eine vor ihm auftuende Lücke, stach hinein und schloss die Aktion mit zwei Positionsverbesserungen erfolgreich ab. Mit dem erreichten 6. Platz nahm er wichtige Punkte für die Meisterschaft mit. Als Sieger wurde der amtierende Meister, der Brite Josh Files, abgewunken.

Auch im zweiten Rennen kam es nach einem Startunfall erneut zu einer Safety-Car-Phase. Proczyk, der von Startposition 5 schon kurzzeitig auf Rang 3 lag, sich aber in der ersten Kurve verbremste, nahm nach dem Restart das Rennen von Position 7 aus in Angriff. Den Vorteil neu aufgezogener Reifen konnte er gut ausspielen und sich mit einem enormen Speed bis auf Rang 3 nach vorne kämpfen. Wie auch schon in Lauf 1 ging es für den SEAT-Piloten in der letzten Runde recht turbulent zu. Im Kampf um Platz 3 kam es zu einer sehr harten Berührung zwischen Proczyk und einem Markenkollegen. Beide Autos bogen dabei nebeneinander Richtung Boxeneinfahrt ab und schließlich wieder zurück in die letzte Kurve. Dabei behielt Proczyk die Oberhand, fuhr ganz knapp als Dritter über die Ziellinie und meinte zu dieser strittigen Situation: „Letzte Runde, letzte Kurve, da verteidigt man einen Platz so gut es geht“.

Die ADAC TCR Germany macht nach einer sechswöchigen Pause Station am Sachsenring, wo das Team im letzten Jahr den ersten Sieg einfahren konnte.